Robert Prosiegels Sonnentiere

Bewusst gut für Mensch und Tier

Entstehung

Meine Frau, meine Tochter, mein Sohn, mein Schwiegersohn und ich, setzen uns unregelmäßig Samstagabend zusammen und unterhalten uns bei einer guten Brotzeit über unterschiedlichsten Themen. Vor nun fast drei Jahr bewegte uns das Thema „Massentierhaltung“ und die dazu gehörende, fehlende Wertschätzung der Menschen, den Tieren gegenüber.

Egal ob Geflügel, Schweine oder Rinder, das Entscheidende ist im bestehenden System der „fehlenden“ Wertschätzung, der Preis. Noch vor 30-40 Jahren fragte keiner der Verbraucher beim Fleisch- oder Wursteinkauf, nach dem Preis. Gekauft wurde, was der Familie schmeckte, beim Metzger in der Nachbarschaft, denn das war selbstverständlich.

Dann begannen die ersten Großmärkte damit, Fleischteile billig anzubieten, etwa in den 70er Jahren. Schön langsam sickerte diese neue Mentalität in das Unterbewusstsein der Verbraucher. Als dann um die Jahrtausendwende Aldi und Co. damit begannen, Fleisch als Ramschware anzubieten, waren die Menschen durchtränkt vom „Geiz ist Geil“ und die Folge war, dass das erste Argument gegen gute Qualität, der angeblich hohe Preis war, den sich „viele“ nicht leisten könnten. Dabei vergessen die Vertreter dieser Meinung, dass das Spektrum der Einkaufsmöglichkeiten für die Verbraucher nahezu unendlich ist, dadurch die Streuung der finanziellen Mittel in einer Familie sehr groß ist und die Folge ist, dass für die Mittel zum Leben nur noch ein bescheidener Rest übrig bleibt, der dann auch meist nicht reicht.

Als wir an diesem Punkt angekommen waren, stellten wir uns die Frage:

„Was können wir tun, um das zu ändern?“

Denn Folge dieses Preisdrucks ist, das der Landwirt gezwungen wird immer mehr, immer schneller, immer billiger zu erzeugen. Mit all den Folgen, die wir jetzt erkennen.

Als wir so hin und her überlegten, kam uns plötzlich der Gedanke, einen Bauer von vornherein einen ungewöhnlich hohen Preis anzubieten, damit er den Kreislauf immer mehr, immer schneller, immer billiger entsteigen kann. Die Frage war dann noch, für die bisherige Mentalität (über 30-40 Jahren entstanden), eine Möglichkeit zu finden, diesen „höheren“ Preis zu finanzieren.

So entstand das Modell mit vielen kleinen Beträgen, von vielen Beteiligten die größere Summe zu finanzieren. Die logische Folge waren die Patenschaften auf mehrere Monate verteilt.

Schließlich wurde uns bewusst, dass wir dadurch auch die Wertschätzung der Verbraucher für die Tiere ansprechen und durch die Aktion „Sauwohl“ die Wertschätzung für die Tiere, für die Natur, für die Landwirte, für die Metzger enorm wachsen lässt. So dass wir der bestehenden Mentalität, dem bestehenden System einen Gegenpol setzen, indem auch die Anonymität der Tier, der Landwirte und Metzger aufgehoben wird.

Jeder Einzelne der in sich die Wahre Liebe für sich selber entdeckt, entdeckt auch die Wertschätzung für sich selber. Durch die Wertschätzung für sich selber, findet er auch die Wertschätzung für die Mittel zum Leben.

Durch die gesteigerte Wertschätzung findet dann eine andere Verteilung der finanziellen Möglichkeiten statt. Dadurch entsteht ein ursprünglicher Kreislauf wieder, indem die Natur, die Tiere und der Mensch ein wertvolles Leben im Einklang erleben.
Aber damit unsere ersten Sauwohl- Schweine nur der Anfang einer Erfolgsgeschichte für Verbraucher und Erzeuger sind haben wir Sonnentiere gegründet, um alle unsere Projekte zukünftig unter einem Dach zusammenzufassen.